Habib, ein Newcomer aus dem Iran gibt uns Einblick in seine Welt

Wie ist es eigentlich, als Geflüchteter nach Europa zu kommen?

Habib ist 2015 alleine aus dem Iran nach Deutschland gekommen. Im Gespräch mit Kerstin von tabadul erzählt er, wie es sich anfühlt, ein neues Leben weit weg von der Familie, Freunden, der Heimat aufzubauen. Für ihn hat der Kontakt mit der lokalen Bevölkerung den größten Unterschied gemacht, um die deutsche Sprache zu lernen und sich in Berlin einzuleben.

Austausch & aufeinander zugehen macht den Unterschied

Wie viele Menschen aus Syrien, Afghanistan oder dem Iran kennst du persönlich? Oft halten uns Berührungsängste und die Skepsis vor dem Unbekannten davon ab, mit Geflüchteten ins Gespräch zu kommen. Machen wir das jedoch, so lernen wir oft von vielen Gemeinsamkeiten und vor allem sprechen wir nicht mehr über „diese Flüchtlinge“, sondern haben einen wahren Menschen vor uns. Das kann viel verändern. Kennenlernen könnt ihr Menschen mit Fluchthintergrund zum Beispiel über Austauschprogramme wie HiMate, Start with a Friend oder ähnliche Initiativen in eurer Umgebung. Schaut mal nach!

Worüber sollen wir reden? Wie tauschen wir uns aus?

Oft sind wir verunsichert, wie wir auf Menschen aus anderen kulturellen Hintergründen zugehen können. Worüber sollen wir reden? Wie tauschen wir uns aus? Welche Regeln muss ich beachten? Erstmal: Keine Sorge, wir sind alle Menschen. Hier haben wir drei Tipps für euch, wie der Austausch besonders einfach gelingt:

Tipp 1 – Stell Fragen!

Oft ist es ganz gut, erstmal Fragen zu stellen, anstatt mit Annahmen und Vorurteilen zu begegnen. Wie heißt du? Woher kommst du? Woher genau? Seit wann bist du in ..? Was machst du denn im Moment hier? Welche Hobbies hast du denn, was machst du gerne? Hast du etwas studiert oder gelernt? So viele Möglichkeiten.

Pst! Wenn du schummeln möchtest und schon mal ein paar Infos zur arabischen Sprache und Kultur wissen möchtest, schau mal hier rein.

Tipp 2 – Konzentrier dich erstmal auf die Gemeinsamkeiten

Wir Menschen haben so viel gemeinsam und gleichzeitig gibt es natürlich jede Menge Unterschiede. Um sich kennenzulernen und das Vertrauen der anderen Person zu gewinnen, ist es meist ganz gut, sich erstmal auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren. „Ah, das kennst du auch?“ Super, dann versteht ihr euch ja schon 🙂

Tipp 3 – Hol dir Antworten und Themen in der tabadul Mediathek

Für Muttersprachler ist es oft besonders schwierig, Fragen wie „Warum ist das so?“ bezogen auf die Sprache oder die Kultur, mit der man aufgewachsen ist, zu beantworten. Dafür haben wir die tabadul Mediathek aufgebaut: Dort findest du Videos und Übungen zu verschiedenen Themen der deutschen Sprache und Tipps für den Alltag in Deutschland, manche in einfachem Deutsch und manche sogar auf Arabisch. Ihr könnt euch die Inhalte gemeinsam anschauen oder du holst dir Inspiration und erzählst deinem neuen Buddy dann davon.

Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen, schreibt uns gerne und erzählt davon! Viel Spaß beim Kennenlernen, beim Sammeln von neuen Erfahrungen und habt einen spannenden Austausch 🙂


Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben!

Vor der Kamera: Habib Schakoori & Kerstin Schachinger
Regie: Caleb Shoop
Regieassistenz: Merve Buyukcakiroglu
Kamera: Jules Salters
Postproduktion: Anna Kindermann
Produktionsleitung: Kerstin Schachinger
Fotos: Mohmed Elmadany & Nauar Ali
Mehr Infos zum Team

Mit freundlicher Unterstützung von: House of Resources Berlin | Media Residents, Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V. | Sweetwood Films UG

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